Tagesanzeiger, 24.02.09
Christliche Gedanken zur Nachhaltigkeit wären gefragt…
Ganz Erstaunliches liest man im Bericht über die „Klimasünden“ der Schweizer Kirchen. Im ganzen Land gibt es insgesamt 6500 Kirchgebäude. 80% davon wurden vor 1850 erbaut, zu einer Zeit, in der die Gebäude nicht beheizt wurden. Nach 1945 rüstete man viele Kirchen mit Elektroheizungen aus. Jedoch sind sie sehr schlecht isoliert, selten genutzt und verschwenden viel Energie. Jährlich könnten mit einer angemessenen Heizpolitik 100‘000 MWh oder 15 Millionen Franken eingespart werden. Dies entspricht dem jährlichen Strombedarf von 20‘000 Haushalten. Man stelle sich dies einmal vor!
Die Schweizer Kirchen, die sich unter anderem den Erhalt und Schutz der Schöpfung auf ihre Banner geschrieben haben, sind gefragt, zu allererst ihren eigenen Umgang mit den Ressourcen dieser Erde zu überdenken. Gedanken zur Nachhaltigkeit wären gefragt!
St. Galler Tagblatt, 23. Februar 2009, bauen & wohnen
„Sauber einheizen“
Der Artikel befasst sich mit der Thematik des umweltverträglichen Heizens mit Holz. Der Feinstaubausstoss, für den Cheminéefeuer verantwortlich sind, kann reduziert werden. Dafür sollte man einige Tipps beachten. Wichtig ist, das Cheminée nicht mit Zeitungen, Kartons oder anderen Abfällen einzuheizen. Besser geeignet sind handelsübliche Anzündhilfen. Das verwendete Holz sollte trocken gelagert und unbehandelt sein. Brennt das Feuer einmal, sollte die empfohlene Füllmenge eingehalten werden.
Die Tipps fürs Heizen sind für jedermann/jederfrau einfach umsetzbar und ein kleiner Beitrag zur Nachhaltigkeit. Auch ich habe öfters zu Zeitungen gegriffen, anstatt Zündwürfel zu verwenden. Dies lediglich aus Unwissen. Ich werde dies nun künftig unbedingt beachten.
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Ich wusste gar nicht, dass Kirchen so schlecht ausgestattet sind! Vielleicht sollten die Verantwortlichen dafür sorgen, dass neue Heizungen eingebaut werden. Wird natürlich teuer werden, doch auf Zeit wäre es sicher die billigere Variante. Und wie du hier schreibst: Erhalt und Schutz der Schöpfung...
AntwortenLöschenGenau diese Zeilen haben auch mich zum Nachdenken angeregt! Ganz schön spannende tatsachen, was? Würden sich da nicht auch Alternativen finden lassen um solch hohe Heizkosten zu verringern? Also meiner Meinung nach auf jeden Fall. Aber wie bei vielen, reagiert da auch die Kirche nur menschlich, und kümmert sich erst um die Probleme von anderen anstellen von den eigenen...
AntwortenLöschenDie Vorbildfunktion wäre da wohl gefragt!
Oha, da kommen ja Sachen ans Licht, die man nicht gedacht hätte. Wobei es eigenlicht nachvollziehbar ist, dass Kirchen so viel Energie verbrauchen. Man stelle sich nur schon diese riesigen Gebäude vor. Wenn man bedenkt, dass die Wärme steigt, kann man sich vorstellen,dass tüchtig geheizt werden muss, bis es auf den Bänken auch einigermassen warm ist. Dazu kommt, dass doch die meisten Kirchen aus Stein gebaut sind und - so stelle ich mir das vor - nicht sehr gut isoliert sind. Und die ganze Heizerei für eine Handvoll Leute am Sonntagmorgen? Ich möchte damit nicht sagen, dass die fleissigen Kirchgänger in der Kirche frieren sollten, aber das Heizkonzept ist auf jedenfall zu überdenken. Der Strombedarf von 20'000 Haushalte ist definitiv zu viel.
AntwortenLöschenDa wir auch einen Speicherofen haben, kannte ich diese "Heiztricks" schon. Wer mit Holz statt mit Öl heizt, tut der Umwelt sicher schon etwas zugute. Was natürlich noch besser ist, wenn sich die Leute das richtige Holzfeuern zu Herzen nehmen und so die Umwelt noch besser schützen. Schliesslich sind das keine grossen Umstellungen...
Dass die Kirchen nicht den Isolationsstandards von heute entsprechen ist einleuchtend, da zu dieser Zeit, als diese Gebäude errichtet wurden, noch nicht die gleichen Materialien zur Verfügung standen wie heute. Denn schliesslich gab es damals die Flumroc noch nicht, welche für die heutigen Bauten optimales Isolationensmaterial herstellen.
AntwortenLöschenZum andern wissen wir, dass die warme Luft nach oben steigt. Der grosse Raum muss nun mit warmer Luft gefüllt werden, damit die Leute in die Kirche gehen. Schliesslich will ja niemand frieren in der Kirche!
Eine angemessene Heizpolitik ist gefragt, aber welche?