Sonntag, 22. Februar 2009

Staat ist auch gefragt

Ich habe mich bisher immer (gerne) als jemanden gesehen, der sich für „grüne Themen“ einsetzt und der sich um einen möglichst umweltverträglichen Lebensstil bemüht. Hingegen muss ich mir nun mit meinen Ergebnissen eingestehen, dass unsere Welt meinen Lebensstil nicht verkraften könnte, würden sich alle danach richten. Wahrscheinlich machen wir es alle gleich: Wir betrügen uns selbst, um nicht wirklich auf etwas verzichten zu müssen, was uns unverzichtbar scheint. Wir bemühen uns, Bio-Produkte zu kaufen und werten dies als gute Tat, sehen uns dabei als Wohltäter dieser Welt. Im gleichen Atemzug fahren wir mit dem Auto zum Arbeitsplatz und verdrängen dabei geschickt, dass wir unsere gute Tat damit gleich wieder ins Negative umdrehen.
Diese Tests haben die Verschleierungen vor meinen Augen wieder einmal etwas aufklären lassen. Ich muss zugeben, ich fühle mich etwas schuldig.
Meine „Hauptsünden“ gehen auf meine Reisen und den Wohnstil zurück. Mir war gar nicht bewusst, wie viel es in unserem Haus zu verändern gäbe: Geräte nicht auf Standby gestellt lassen, Lichter löschen, Sparlampen verwenden, etc. Dies sind aber alles Dinge, die eigentlich gar nicht so viel verlangen würden. Ich glaube, ich sollte bald einmal meine Eltern diesen Test ausfüllen lassen..
Das Problem bei der ganzen Sache ist doch, dass Umweltschutz unglaublich teuer ist. Solarstrom und öffentliche Verkehrsmittel kosten Unmengen. Ein grosser Schritt läge auch beim Staat, indem er die Verwendung und Entwicklung von erneuerbaren Energien vorantreibt und unterstützt. SBB-Preise dürften nicht ständig steigen, der Zug nach Rom nicht mehr kosten als ein Flug dahin. Dies sind Voraussetzungen, die geschaffen werden müssen. Umweltschutz darf kein Luxus sein.

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