Sonntag, 22. März 2009
Ich sitze und höre...
Ich fühle mich sehr mit der Natur verbunden, denn ich als Mensch bin ein Teil davon. Ich bin mir auch bewusst, dass ich Teil eines Natürlichen Kreislaufes bin. Ich lebe von der Natur, sie gibt mir zum Beispiel Luft zum Atmen und Nahrung. Der Naturbezug geht aber oft verloren und man fühlt sich nicht zuständig, dass die Natur im nahen Umfeld so bestehen kann, wie sie ist.
Mein Handeln für eine nachhaltige Zukunft hat sicherlich auch etwas mit meinem Naturbezug zu tun. Ich möchte, dass die Natur um mich herum möglichst so erhalten bleibt, damit ich mich weiterhin darin bewegen kann. Sie soll mir weiterhin als Erholungsraum erhalten bleiben. Die bewusste Wahrnehmung in der Natur zeigt einem auch, dass der Mensch die Natur reichlich beeinflusst.
Donnerstag, 19. März 2009
Nur Blau
Dieser Traum geht mir wieder durch den Kopf während ich hier am Ufer des Bodensees sitze - das Blau vor mir. Es weckt dieselben Empfindungen in mir.
Ich spüre den der Jahreszeit entsprechenden noch etwas frischen Wind und binde meinen Schal etwas enger um den Hals. Dabei höre ich den Wellen zu. Eine Amsel pfeift ganz in der Nähe ihr melancholisches Lied. Ich schwanke zwischen Schwermut und der Erinnerung an die Leichtigkeit meines Fluges.
Mein Blick gleitet wieder über das Blau, das Vertrauen in mich und das Leben, die Geborgenheit in der Natur.
Auf dem Balkon
Ich setzte mich am freien Nachmittag auf den Balkon und liess mir die Sonne auf das Gesicht scheinen. Dabei konnte ich Rorschach und den Bodensee überblicken. Mit jedem Sonnenstrahl wurde es mir wärmer und ich liess mich fallen. Ich hörte die Vögel pfeiffen und der Wind blies leicht über mein Gesicht. Die Blätter liessen ein leises Rascheln ertönen und von der Ferne hörte ich die Autobahn. Doch wenn ich mich auf die Naturgeräusche konzentrierte, viel diese ganz weg.
Langsam verlor ich die Zeit und plötzlich wurde ich von meiner Katze wieder zurückgeholt, indem sie mir auf den Schoss sprang. Die eine Stunde war auch vorbei und ich überlegte mir, was mir dieser Ausflug in die Natur gebracht hatte und mir wurde klar, dass solche Momente in unserem stressigen Studentenleben zu kurz kommen. Tag für Tag sitzen wir vor dem Computer, schreiben an unserer Bachelorarbeit oder haben sonstige Verpflichtungen. Das Entspannen und einfach fallen lassen, können wir uns kaum mehr leisten. Dabei wäre es wichtig, uns viel mehr Zeit für solche Momente einzuräumen und die schönen Aspekte der Natur zu geniessen.
Ich habe mir vorgenommen, nach der Bachelorarbeit ein Wochenende einfach nur zu geniessen und in die Natur zu gehen. Ebenfalls werde ich hoffentlich mehr Gelegenheit haben, die Sonne und die Umgebung auf mich wirken zu lassen.
Mittwoch, 18. März 2009
Die Ruhe in der Natur
Meine Gedanken waren zu Beginn voll mit Dingen wie Bachelorarbeit, Modulnachweise, Diplomprüfungen, Bewerbungen, usw., die wie lästige Kletten mein momentanes Leben begleiten. Doch irgendwie schaffte ich es dann doch noch, all diese üblen Gedanken für mindestens eine Stunde zu vergessen.
Mein Zuhause befindet sich ausserhalb des Dorfes, wo es einigermassen ruhig zu und her geht und so horchte ich von da aus der Natur. Ich notierte mir verschiedene Geräusche, welche mir in dieser kurzen Zeit zu Ohren kamen. Was mir vor allem auffiel war, dass eine wirkliche Stille nie vorhanden war. Ständig war irgend ein Geräusch zu hören; vorbeifahrende Autos, kreischende Kinder, Flugzeuge, die Eisenbahn, der Traktor des Landwirtes und sogar das Militär hatte noch eine Schiessübung, die von der Ferne zu hören war.
Was mich jedoch am meisten fesselte war der Gesang eines Vogels, welcher sich auf dem Baum neben meiner Wohnung am einnisten war. Und erst beim genaueren Hinhören bemerkte ich, dass auf diesem Baum noch andere Vögel ihre Gesänge zum besten gaben. Ich konnte an diesem Abend mindestens fünf verschiedene Gesänge hören, welche ich aber leider nicht zuordnen kann.
Was mir aber in diesem Abend viel bewusster wurde war, dass die vom Mensch erzeugten Geräusche im Gegensatz von den Geräuschen der singenden Vögel extrem lästig und störend waren. Ich sollte daher vermehrt die Ruhe in der Natur suchen. Leider ist es aber sehr schwierig geworden, diese Ruhe überhaupt zu finden.
Montag, 16. März 2009
Laut Wikipedia bezeichnet das Wort Natur alles, was nicht vom Menschen geschaffen wurde. In unserer Gesellschaft, in unserem Alltag sind wir nur von Dingen umgeben, die der Mensch erfunden hat. Einzig die Natur ist mächtiger als der Mensch!
Heute schien die Sonne, also beschloss ich an den Rhein zu gehen und dort ein wenig zu verweilen. Ich sass am Ufer, auf den Steinen, und schloss die Augen. Wir sind uns oft gar nicht bewusst, wie viel wir mit dem Auge nicht wahrnehmen können. Dadurch, dass ich die Augen zu hatte, konnte ich besser auf die Natur achten. Zwitschernde Vögel, ein kühler Wind, die Äste der Bäume, das rauschende Wasser, die plätschernden Fische, all das kann man mit den Ohren "sehen" wenn man genau hinhört. Man ist vom Rest der Welt isoliert, man vergisst alles um sich.
Als ich da sass, merkte ich, dass wir den Lauf der Natur nicht ändern können. Sie geht ihren Weg, ob wir es wollen oder nicht. Der Mensch hat überhaupt keinen Einfluss auf die Natur und ehrlich gesagt, finde ich das in Ordnung so; zu wissen, dass wir Menschen nicht allmächtig sind.
Eigentlich wäre nicht schlecht, öfters in die Natur zu gehen um sich dort aufzuhalten. Ich glaube, auf diese Weise würden wir sie mehr schätzen. Das Problem ist, wir werden von unserer Gesellschaft und Umgebung so gestresst und wir müssen wie Roboter funktionieren, dass wir gar keine Zeit haben, etwas für unsere Seele und unser Gewissen zu tun. Wir sollten trotzdem der Natur Sorge tragen, denn sie ist das einzige, was uns ewig bleiben wird.
Der Fluss des Lebens
So lässt sich ein Besuch in der Natur immer als ein Geschenk und eine Bereicherung erfahren und gibt neue Energie um das Leben in den richtigen Wegen zu gehen. Ein Grund mehr, um der Natur und der Umwelt Sorge zu tragen, da wir auf sie angewiesen sind und nicht umgekehrt. Durch Nachhaltigkeit beeinflussen wir den Lauf der Natur und so auch den Lauf unseres Lebens. Lassen wir den Fluss weiter fliessen, so gewähren wir auch unserem Fluss des Lebens sich weiter zu entwickeln.
Sonntag, 15. März 2009
Mountains
Das ist mir am See auch wieder aufgefallen. Es war so schön und doch wurde die Idylle gestört von den Geräuschen der Autos, da in der Nähe eine Strasse ist. Das macht dann vieles kaputt. Ich habe mich dann gefragt, wohin man gehen müsste, um wirklich die Ruhe der Natur geniessen zu können, wobei mir wieder die Berge in den Sinn kamen. Doch die Menschen, die gesundheitlich nicht mehr im Stande sind zu wandern, die können diese Ruhe ja nirgends mehr wirklich geniessen, das ist echt traurig…
Was mir auch aufgefallen ist, ist das Vogelgezwitscher, das man wieder überall hört und das richtig die Frühlingsgefühle in einem weckt. Die Natur nimmt trotz allem immer ihren Lauf, egal wie sehr wir Mensch sie beeinflussen. Das ist beeindruckend…
Mir geben solche Momente mit der Natur sehr viel und sie machen mir einmal mehr bewusst, was wir eigentlich alles an der Natur haben und wie wertvoll sie ist. Es sind aber auch genau diese Momente, die einem wieder in Erinnerung rufen, wie wichtig es ist, dieser Natur auch Sorge zu tragen und etwas für die Nachhaltigkeit zu tun.
Post Post-It
Unser Wochenimpuls ist interessant. Wie viel nehmen wir von unserer Umgebung bewusst wahr? Vieles ist doch super schnell wieder vergessen gemäss dem Motto: „Aus den Augen, aus dem Sinn“.
Ich meine, meine Achtsamkeit ist jetzt schon hoch, doch auch ich konnte durchaus achtsam Neues entdecken und auch wahrnehmen. So entdeckte ich auf dem fast alltäglichen „Schulweg“, vom Bahnhof zur PHSG, eine Palme in einem Garten. Insgesamt zwei Jahre begehe ich diesen Weg schon und trotzdem ist diese exotische Pflanze meiner Wahrnehmung entgangen.
Was tägliche Rituale angeht, so entgehen die automatisierten Vorgehensweisen oft der bewussten Wahrnehmung, weil sie eben alltäglich sind. Wie schnell ist ein Liter aus dem Hahne geflossen, nur weil das Wasser etwas zu kalt oder zu warm ist. Das ist Trinkwasser, das ohne Nutzen abfliesst in die Kanalisation. Aber auch unter der Dusche, zuerst wird die richtige Temperatur eingestellt und erst dann kommt der Schritt darunter. Ich will ja nicht erfrieren unter der eiskalten Dusche! Es gibt auch andere Beispiele aus dem Alltag. So öffne ich den Kühlschrank, ohne genau zu wissen, was eigentlich gesucht wird, stehe dann da und entscheide mich das EINE oder ANDERE dem Kühlschrank zu entnehmen. Könnte man sich auch vorgängig Gedanken machen, was will ich eigentlich aus diesem Ding, namens Kühlschrank? Solche Beispiele gibt es viele, es sind zwar KLEINIGKEITEN, jedoch sollte das einem bewusst sein.
Erst das, was ich bewusst wahrnehme, kann ich bewusst bewerten, ich denke darüber nach und das macht durchaus Sinn.
Samstag, 14. März 2009
bewusst wahrnehmen
So stellte ich fest, dass ich durch diesen Vorsatz eher mit offenen Augen durch die Strassen gelaufen bin und mich bewusster mit Nachhaltigkeit beschäftigt habe....
Eigentlich eine tolle Sache, wenn man sich bestimmtes so spezifisch vornimmt...
Freitag, 13. März 2009
Augen auf
Wie können sie so protzig mit ihren Autos herumfahren, die die reinsten Benzinschleudern sind? Wie können sie einfach den Abfall auf den Boden werfen, obwohl es überall Abfalleimer hat? Wieso sind die Raucher nicht fähig, ihre Zigarettenstummel artgerecht zu entsorgen? Die Bahnhöfe sind doch die reinsten Aschenbecher!
Es ist unglaublich, was der Mensch mit der Welt anstellt – früher war alles schönste Natur und heute stehen überall Häuser und Fabriken. Eigentlich darf ich mich gar nicht zu sehr damit auseinander setzten, denn sonst muss ich mich langsam fragen, ob es noch verantwortbar ist, diese Welt an eigene Kinder weiter zu geben…
Trotz allem versuche ich für mich, weiterhin auf kleine Dinge zu achten. So ist es schon längst zur Selbstverständlichkeit geworden, das Licht nur dort brennen zu lassen wo ich es auch wirklich brauche. Oder nur mit kaltem Wasser die Zähne zu putzen und es nicht laufen zu lassen, während dem ich meine Zähne reinige. Oder bei der Spülung immer auf den Stoppknopf zu drücken, wenn es nicht mehr Wasser benötigt. Auch ziehe ich beim Fernseher immer den Stecker, wenn ich ihn abschalte. Ebenso lasse ich es das Akkuladegerät nicht in der Steckdose stecken, wenn ich es nicht brauche – denn obwohl ich das Handy nicht angeschlossen habe, wird so Strom abgezogen.
Es sind die kleinen Dinge, die mir das Gefühl vermitteln, der Umwelt einen kleinen Dienst zu erweisen und etwas gegen meine Hilflosigkeit zu tun…
Immer achtsam sein
Ich bin der Meinung, dass ich von Natur aus schon sehr bewusst und achtsam durch die Welt gehe. Diese Woche tat ich es noch bewusster, in dem ich mir an jedem Tag einige Notizen machte.
Am Montag war der Tag, wo ich mir vor allem Notizen über die Verhaltensweisen meiner Mitmenschen machte. So nehmen bestimmte Zugpendler Gratiszeitungen aus den Kästen, stöbern einige Minuten herum und werfen diese als gelesen zur Seite. Schon stöbern sie in der nächsten Zeitung, in der eigentlich das gleiche steht und welche genau dasselbe Ende findet. Ich frage mich, ob es diese Gratiszeitungen wirklich braucht?
Was das Verhalten meiner Freunde angeht, so bezeichne ich dieses als bequem und faul. Bei unseren Treffen kommen sie eigentlich immer mit dem Auto, auch wenn sie nur einige wenige Hundert Meter zu Fuss gehen müssten. Auch ich könnte problemlos das Auto benutzen, das es in der Garage nur darauf wartet, endlich gefahren zu werden. Wenn es zeitlich aber möglich ist bevorzuge ich den Fussmarsch. Damit mache ich nicht nur der Umwelt, sondern auch mir einen Gefallen. Ich bewege mich und atme zugleich „frische“ Luft ein. Auch habe ich Zeit, die Natur in ihrer Schönheit genauer zu betrachten.
Am Dienstag sowie am Donnerstag legte ich meine Achtsamkeit vor allem auf das Wetter und ihr Naturschauspiel. Am Dienstag schneite es, zugleich schien die Sonne und kurz darauf blies der Wind und Regen setzte ein. Einige Zeit später schien wieder die Sonne und es begann wieder zu schneien. Solche Tage gibt es wirklich nur wenige im Jahr und oft nehmen wir sie gar nicht wahr.
Am Donnerstag überlegte ich mir sogar, aufgrund des wunderschönen Naturschauspiels, welches sich mir am Morgen früh auf dem Sarganser Bahnhof präsentierte, nicht in die Schule zu gehen. Die Sonne ging langsam auf und erleuchtete mit ihren hellroten und einzigartigen Sonnestrahlen die Spitzen der Churfirstenkette. Wer die Churfirsten kennt weiss vielleicht, wovon ich spreche. Es war schade, dass ich dieses Schauspiel nicht zu Ende sehen konnte, denn ich musste mich ja in den Regioexpress nach Rorschach setzen, wo ich mich dafür über das Leseverhalten der Fahrgäste „erfreuen“ konnte!
Donnerstag, 12. März 2009
CE MUNDRO' O MIRO'!
Ce mundró o miró!
Wie schön ist die Welt!
Mit diesem Ausspruch in der Sprache der Roma beginnt die Reise in die Welt dieser Menschen. Dieses Volk lebt auf dem ganzen Erdball verstreut. Sein Schicksal gleicht dem der Juden: Verachtet und Verstossen befanden sich die Roma immer auf der Flucht, konnten nirgends heimisch werden. Immer wieder in ihrer hauptsächlich traurigen Geschichte wurden sie dsikriminiert, verfolgt, und ermordet. Diese Verbrechen geschahen nicht nur in den Konzentrationslagern der Nazis, sondern sind heute BRANDaktuell. Die Bilder von brennenden Roma-Siedlungen und brennenden Menschen erreichen uns aus Italien. Im Bildband findet sich daher viel Leid, Elend und Armut... und dennoch: Ce mundró o miró! Es ist beeindruckend!
Nachhaltigkeit bedeutet für mich ebenfalls, dafür zu sorgen, dass neben der Natur auch die Kulturen dieser Welt bewahrt werden. Vielfalt anstatt Einheitsbrei! Sie ist es, die in der Natur wie unter uns Menschen den Reichtum dieser Welt ausmacht!
P.S. Daneben habe ich diese Woche immer alle Lichter hinter mir gelöscht, dabei gemerkt, wie nachlässig ich zuvor oft gewesen bin, habe den Fernseher nie auf Standby gelassen, weniger lange geduscht, den Amseln am Morgen zugehört und mir dabei gedacht, dass die Welt schön ist, zu schön, als dass wir sie draufgehen lassen sollten...
P.P.S. Ein Tipp: "Romareisen" ist die aktuelle Ausstellung im Fotomuseum Winterthur. Dort findet man alle Bilder, Tonaufnahmen und Texte.
Ein wenig lästig war diese Woche dieser Zettel schon. Er war mir überall im Weg, aber er hat mich immer an das wichtigste erinnert: Nachhaltigkeit!
Nach dieser Woche ist mir eigentlich bewusst geworden, dass ich schon sehr nachhaltig lebe: Ich lösche immer das Licht, wenn ich aus einem Raum gehe, beim Zähne putzen drehe ich den Hahn zu, wasche mir die Hände mit kaltem Wasser und bin nicht ein Mal zehn Minuten unter der Dusche und mein Handy schalte ich jede Nacht aus. Einzig was bei mir noch zu verbessern ist, ist die Benutzung des Laptops. Doch im Moment ist es nicht zu denken, den Laptop weniger zu gebrauchen. Ich muss auch zugeben, dass mein Fernseher, bis vor dieser Woche, immer auf Standby war. Ich habe mir vorgenommen, ihn immer auszuschalten, was ich gemacht habe und auch weiterhin machen werde.
Bei mir zu Hause lebt leider nicht jeder so nachhaltig wie ich. Mein Bruder lässt immer das Licht an, wenn er einen Raum verlässt. Macht man ihn darauf aufmerksam, sagt er nur: "Ich muss eh gleich wieder dorthin zurück." Anscheinend sieht er nicht das Problem dahinter, denn er wurde nie für dieses Thema sensibilisiert oder es liegt schon lange zurück. Auch meine Mutter ist keine Umweltaktivistin. Sie hat Tag und Nacht das Handy an. Sie sieht auch keinen Grund, es auszuschalten, denn, nach ihrer Meinung schadet sie so niemandem direkt.
Sind die Erwachsenen wirklich so ahnungslos? Wurden sie denn nicht für dieses Thema sensibilisiert? Manchmal denke ich, ein Kurs für nachhaltiges Leben täte allen gut, nicht nur den Kindern, denn die Kleinen würden das vielleicht besser verstehen. ;-)
Arbeiten am Laptop vs Strom sparen
Wenn ich meinen Laptop hervornahm nervte ich mich zuerst über den kleinen Zettel, der immer im Weg klebte. Es erinnerte mich zwar an die Aufgabe aus dem Mensch und Umwelt Modul, doch gleichzeitig wollte und konnte ich mich nicht gross mit den Gedanken beschäftigen, da ich zur Zeit viel mehr im Kopf habe. Die Achtsamkeit hat bei mir sowieso schon der Film geweckt. Ich lösche das Licht, wenn ich das Zimmer verlasse (oft muss ich dies auch bei meiner Familie/meinem Freund tun), schalte die Geräte ganz aus, laufe wenn möglich und decke die Pfannen beim Kochen zu usw. Einigen Menschen bin ich bereits auf die Nerven gegangen, weil ich sie immer wieder ermahnte, die Lichter zu löschen oder nicht unnötig Strom zu verbrauchen.
Doch wie gesagt war es sehr schwierig, sich momentan auf dieses Thema voll und ganz einzulassen, da die Bachelorarbeit einfach viel zu viel Zeit einnimmt und sie nunmal sehr wichtig ist.
Während ich am Schreiben war und den Post-it vor mich hatte überlegte ich mir oft, wie viel Strom ich für die Bachelorarbeit verbrauche und auch für diesen Blog, den ich ja am Laptop schreiben muss. Sehr viele Aufgaben der Schule lassen sich nur über den PC bearbeiten, genau wie die vielen Mails die wir bekommen und beachten müssen. Vorbildlich ist dieses Verhalten nicht doch für uns als Studierende ist es einfach nicht möglich, da gross auf die Umwelt zu schauen, ohne das Studium zu vernachlässigen.
Natürlich gibt es andere Situationen, in denen wir Strom oder Benzin sparen können, doch meine Gedanken haben sich bei diesem Auftrag auf ein anderes Gebiet konzentriert und mich nachdenklicher gemacht, was die PHSG für uns als Vorbild bietet. Doch dies ist ein anderes Thema, worüber man noch vieles mehr schreiben könnte. Wer weiss, ob es dazu später noch einen Blogeintrag geben wird.
Zwischen dem dritten und dem vierten Wochenimpuls melde ich mich als Ihre Blogbetreuerin einmal bei Ihnen. Mit grossem Interesse habe ich Ihr Schreiben verfolgt und habe nun insgesamt fast 80 Posts zu CO2-Rechner, Medienberichten und Vernetzungen gelesen. Ganz unterschiedlich kommen sie daher: ausführlich und gut untermauert durch Recherchieren manche, kurz und bündig und etwas gar allgemein gehalten andere, mehr oder weniger kritisch reflektiert ein guter Teil der Posts und vor allem beim Fussabdruck allesamt konkret auf die eigene Situation und das eigene Verhalten bezogen. Grundsätzlich kommt es mir vor, als hätten diese drei Wochen doch wichtige Bewusstseinsimpulse bei Ihnen ausgelöst (stimmt’s?). Es fallen Ihnen Tatsachen, Situationen, Gegebenheiten und Zusammenhänge neu und anders auf. Mit Kopf und Herz, so scheint es mir beim Lesen sind viele von Ihnen auf die Fragen der Nachhaltigkeit eingestimmt.
Ich habe gemerkt, dass bei Ihren Posts vieles aufscheint, was mich auch beschäftigt. Auf einen Punkt möchte ich dabei kurz eingehen:
Wir wissen zwar um die Zerstörungen der Umwelt, um die sozialen Probleme und Ungerechtigkeiten hier und andernorts in der Welt und wir sind in der Lage, die unbequeme Wahrheit eigentlich ganz gut zu sehen. Gleichzeitig richten wir unser Verhalten doch nur bedingt auf diese Tatsache ein. Wir schwenken rasch wieder auf die Schiene ein, dass der Staat, die Wirtschaft, die Mächtigen doch sollten (was absolut richtig ist) oder dass andere - die Amerikaner zum Beispiel - noch viel schlechter sind als wir (was auch richtig ist). Damit kommen wir allerdings in der allseits vernetzten Welt nicht weiter. Wir können, ja wir müssen dort etwas tun, wo wir unsere Fähigkeiten haben und wo unser Einflussbereich liegt. Und der ist gar nicht so klein, wie wir oft denken. Einzelinitiativen summieren sich zu ganz gewaltigen Resultaten, bevor die Politik oder diejenigen der Mächtigen, die nicht an den Klimawandel „glauben“ (als ob das eine Glaubenssache wäre!) sich zu etwas aufraffen können.
Klar ist, dass immer Widersprüche bleiben, wie eben jeder Mensch an sich schon widersprüchlich ist. „Die Grenze zwischen Gut und Böse verläuft mitten durch unser Herz“, hörte ich kürzlich und kann das gerade im Nachhaltigkeitshandeln bei mir bestens nachvollziehen. Ich weiss, dass ich im Alltag niemals 100% konsequent bin, dass ich an einer noch lange nicht nachhaltigen Institution arbeite und ich immer wieder abwäge zwischen verschiedenen Bedürfnissen und mich da und dort für einen kurzfristigen Gewinn entscheide. Dennoch - und das meine ich auch bei Ihnen zu spüren – ist das Leitbild Nachhaltigkeit fest im Denken verankert.
Ich melde mich noch einmal nach dem 5. Wochenauftrag. Ich wünsche Ihnen alles Gute beim weiteren Nachdenken über Handyrecycling, auf der Suche nach gerechtem Kaffee, nach T-Shirts ohne Kinderarbeit, beim Genuss von Schokolade, "richtigem" Mozzarella oder Äpfeln aus der Region.
U.Frischknecht
Eben habe ich eine Webseite gefunden, die Einzelne miteinander vernetzt, damit sie sich nicht so alleine vorkommen: www.carbonrally.com
Mittwoch, 4. März 2009
Wer trägt sie nicht? Die weltberühmten T-Shirts? Also ich habe sie tagtäglich an, sei es im Winter wie auch im Sommer... T-Shirts in allen Farben und Formen!
Die meisten T-Shirts werden aus Baumwolle hergestellt. Nach der Ernte der Baumwollefasern werden diese gereinigt und in der Spinnerei zu einem Garn versponnen. In der Strickerei wird aus diesem Garn Stoff erzeugt. Aus der Stoffbahn werden nach einem Schnittmuster einzelne Teile gestanzt und anschließend zum fertigen T-Shirt vernäht.
Seine Farbe kann das T-Shirt in unterschiedlichen Stadien der Herstellung erhalten. Bei geringen Stückzahlen und vielen verschiedenen Farben wird erst das fertig verpackte T-Shirt gefärbt. Wichtig für das Ergebnis der Färbung ist aber immer die Vorbehandlung des Materials. Je nach gewünschter Farbtiefe wird die Natur farbene Baumwolle mehr oder weniger gebleicht.
Klar weiss man ungefähr was sich bei der Herstellung eines T-Shirt abspielt, aber so genau darüber reflektiert... wer hat das schon? Es braucht wirklich viel, um ein Shirt herzustellen und schliesslich anzuziehen und das wir damit unserer Umwelt schaden könnten, das überlegen wir uns selten. Natürlich können wir nicht über jede Dienstleistung oder jeden Produkt nachdenken, was es da für die Herstellung braucht. Aber nur schon sich Gedanken über gewisse Herstellungsweisen zu machen und was wir zum Schutz unserer Umwelt beitragen können, ist schon mal ein guter Anfang...
Schokolade
Aber woher kommt die Schokolade überhaupt? Wächst sie auf Bäumen? Oder hast du schon mal eine Schokoladentafel an einem Strauch entdeckt? Schokolade ist ein Endprodukt und wird aus Kakaobohnen hergestellt, deren Früchte an Bäumen im tropischen Regenwald wachsen (Z.b in Südamerika und Afrika).
Natürlich müssen die Kakaobäume zuerst auf Plantagen angepflanzt werden. Wenn die Früchte reif sind, werden sie gepflückt, wozu es auch Arbeiter/innen braucht. Diese verrichten auch noch weitere Arbeiten wie das ausbreiten der Bohnen zum Trocknen. Auch noch auf der Plantage werden die Kakaobohnen verpackt und in die Konsumländer verschifft.
In Fabriken werden sie von Arbeiter/innen gereinigt und geröstet. Weiterverarbeitet werden sie dann meist von Maschinen, die jedoch auch durch Personen bedient und beaufsichtigt werden müssen. Die Verpackung für die Schokolade wird an anderen Orten hergestellt, was ich aber nicht weiter vertiefen möchte.
Die fertige Schokolade wird nun in die Läden ausgeliefert und von den Verkäufern und Verkäuferinnen verkauft. Endlich sind sie bei den Konsumenten angelangt und laden zum Geniessen ein.
Zusammenfassend zu sehen ist, wer direkten Kontakt mit der Schokolade hat:
- Arbeiter/innen auf der Plantage
- Personen, die die Kakaobohnen verschiffen
- Fabrikarbeiter/innen
- (evt. Chocolatiers)
- Ladenbesitzer / Verkäufer/innen
- Konsumenten
Als Abschluss lässt sich nur noch sagen, dass ich mir jetzt ein Stück Schokolade verdient habe.
Dienstag, 3. März 2009
Viermal in der Woche fahre ich mit dem Zug von Sargans nach Rorschach. Der Zug ist meistens voll von Leuten und jeder Sitzplatz ist belegt. Wenn man dann so in die Runde schaut ist zu erkennen, dass die Schweizer Zugfahrer sehr belesene Leute sind. Fast jede Reisegast hält eine Gratiszeitung in der Hand und blättert innerhalb kurzer Zeit die Zeitung durch, welche dann anschliessend seinen Ablageplatz auf dem kleinen Tischen findet.
Doch was braucht es, bis diese Zeitungen bis zu diesem Ablagetischchen gelangen, wo sie dann anschliessend vom SBB Person entfernt und hoffentlich korrekt ins Altpapier entsorgt werden?
Es braucht Reporter, Journalisten, Berichterstatter, Fotographen etc., die Informationen sammeln, welche schlussendlich auf diesen Zeitungen ihren Platz finden. Natürlich sollten diese Leute einigermassen gut ausgebildet sein und über das nötige Material wie Fotoapparate, Computer usw. verfügen, damit die Qualität dieser Informationen für den Konsumenten auch interessant und lesbar sind. Diese Informationen werden dann in grossen Druckereien auf das Papier gebracht.
Die grossen Druckereien holen sich das Papier von den Papierherstellern. Für die Papierherstellung braucht es ebenfalls gut ausgebildetes Personal und riesige, hochentwickelte Maschinen. Zudem werden für die Herstellung des Papiers verschiedene Faserstoffe benötigt, welche in erster Linie aus Holz bestehen. Dieses Holz stammt aus Sägereien und besteht aus Abfallholz wie Spänen, welches keine weitere Verwendung findet. Zudem werden für die Herstellung von Zeitung Sekundärfaserstoffe (Altpapier) benötigt. Dieses Altpapier muss natürlich auch zuerst hergestellt und schlussendlich dann wieder eingesammelt werden. Unter Zusatz von Leim, Füll- und Farbstoffen sowie Wasser werden nun diese Primär- und Sekundärfaserstoffe gemischt und gemahlen, entwässert, gepresst und getrocknet. Beim diesem Prozess werden die Technologinnen Technologen durch moderne Computersysteme unterstützt.
Dieses Papier wird dann zu den grossen Zeitungsherstellern geliefert, wo es dann in grossen Anlagen gedruckt wird. Diese Anlagen werden von qualifizierten Mitarbeitern bedient. Anschliessend werden die fertigen Zeitungen mittels Kioske oder selbstbedienbare Kasten an den Mann bzw. an die Frau gebracht, wo sie dann im Zug gelesen und deponiert werden, bis sie schlussendlich vom SBB Personal eingesammelt und entsorgt werden.
Es gibt viele Menschen, die haben Bier nicht gerne, ja sie finden es sogar scheusslich. Ich gehöre nicht zu diesen Leuten. Es ist aber auch nicht so, dass ich süchtig danach bin und es fürs Leben brauche, verzichte aber trotzdem nicht gerne darauf. Doch wie kommt das Bier in die Flasche, welche ich in meinen Händen halte?
Jedes Land produziert seine eigenen Biersorten. So sagt man, dass das Heinecken schon durch sieben Magen gegangen sei, bevor es im schönen grünen Fläschen als Bier verkauft und zum Konsum bereitgestellt werden kann. Ich bevorzuge deshalb das heimische Bier, welches aus frischem Bergquellwasser entsteht. Hergestellt wird die edle Flüssigkeit in Brauereien, wo eben dieses frische Bergquellwasser mit Malz und Hopfen miteinander vermischt wird und teilweise durch den Stoffwechsel von Hefe biochemisch verändert wird. So können je nach Gärprozess verschiedene Biere entstehen. Doch was geschieht nun mit dem produzierten Bier?
Nach dem Gärprozess und nach der Lagerung wird das Bier in ALU-Dosen, in Mehrweg- oder auch Einwegflaschen abgefüllt. Diese mit veredeltem Wasser gefüllten Behälter werden dann per Zug oder per Lastwagen den Grossverteilern und Zwischenhändlern verteilt. Von dort gelangen sie in die Läden oder in die Restaurants, wo uns als Konsumenten das Vergnügen zukommt, dieses Getränk in gemütlicher oder gesellschaftlicher Atmosphäre zu geniessen.
An dieser Stelle möchte ich die Leute ermuntern, das Bier nicht in ALU-Dosen sondern wenn möglich in Mehrwegflaschen zu kaufen. So können sie einen kleinen Beitrag für unsere Umwelt leisten.
Montag, 2. März 2009
Santa Lucia (Galbani) - vuol dire fiducia
Zumindest vom Geschmack her ist Santa Lucia wohl der ungeschlagene Mozzarella, zumindest hier in der Schweiz. Woher er wirklich kommt, versuchte ich aufzuspüren.
Den Ursprung des weichen, weissen Käses findet man in italienischen Kühen. Sie produzieren die benötigte Milch für das in Italien hergestellte Produkt. Dies zumindest behauptet Galbani. Ob wirklich alle Milch von italienischen Kühen stammt, konnte ich nicht ausfindig machen. Danach wird jene in den Galbani-Werken zu Mozzarella verarbeitet. Der Käse benötigt eine Reifezeit von einem bis drei Tagen. Der Mozzarella wird verpackt und kommt in die Geschäfte Italiens (per Transport auf Lastwagen) oder wird in die ganze Welt exportiert.
Die 3 100 Beschäftigten sind laut eines Zeitungsberichtes hauptsächlich Migrantinnen und Migranten, die zu einem niedrigen Lohn ihre Arbeit ausführen.
Es war für mich schwierig herauszufinden, worauf ich mein Vertrauen begründen soll und kann. Auf der Internetseite Galbanis bleibt Vieles offen. Ich weiss allerdings, dass mein Mozzarella jeweils einige Kilometer im Lastwagen hinter sich gelassen hat, bis er schliesslich auf meinem Teller landet. Zudem ist es schändlich zu wissen, dass die Notlage von ausländischen Bürgerinnen und Bürgern ausgenutzt wird, um meine Bedürfnisse zu stillen.
Ich könnte natürlich hier in der Schweiz ein anderes Bio-Produkt wählen. Allerdings stellt sich mir da meine Vorstellung eines schmackhaften Mozzarellas in den Weg. Es konnte mich bisher kein anderer Käse überzeugen. In Italien habe ich später mehr die Möglichkeit, Qualitäts-Mozzarella, bei dem auch die Herstellung nicht über ein Grossunternehmen lief. Dies tue ich auch jetzt schon, wenn ich in Italien bin.
Der einheimische Apfel
Möglichst bald werden die Pracktstücke dann zu den Geschäften gebracht, dabei kann es sich um ein Dorflädeli oder einen Grossverkäufer handeln, aber auch um einen Grossverteiler, welcher dann nochmals die eigenen Geschäfte beliefert.
Nun ist der Apfel also in meinem Laden angelangt, doch noch liegt er in einem Karton/einem Sack und muss vor seiner Platzierung im Regal nochmals einige Stufen durchlaufen. Erst wird er ausgepackt, dann womöglich nochmals auf seine Schönheit untersucht, dann sortiert und dem richtigen Namen zugeordnet und letztendlich im entsprechenden Regal eingereiht, möglichst weit hinten, da man den Alten doch bekanntlich den Vorrang lassen soll.
Dann kommen die Konsumenten, entscheiden sich für einige Exemplare, wägen diese, bezahlen und geniessen die Äpfel in allen möglichen Lebenslagen und mit allen erdenklichen Beilagen.
Beim Genuss eines Apfel sollte man also folgenden Menschen dankbar sein für die geleistete Arbeit, welche es mir erst ermöglicht einen Apfel in Händen zu halten:
- der Schöpfer eines Baumes
- der Pflücker der Frucht
- der Sortierer und Pfleger
- der Lieferanten
- der Ladenbesitzer / der Ladenangestellte
- der Konsument
Fazit: Beim Apfel ist der Weg gut nachvollziehbar, dies ist aber nicht bei allen Produkten so sinnvoll und klar ersichtlich. Einige Produkte müssen erst auf ihren Inhalt untersucht werden und erst dann kann man sich auf die Suche nach all den einzelnen Zutaten begeben. Immer sind ganz viele Menschen an der Herstellung, der Produktion und dem Verkauf beteiligt, die Zusammenhänge müssen folglich immer mitverfolgt werden.
Gedanken über die Herkunft und vor allem auch über die Art der Herstellung und Verarbeitung von Produkten sollten öfters gemacht werden, da es doch gelegentlich sehr fragwürdige Hintergründe gibt.
Ich plädiere sehr auf die Verwendung von einheimischen Produkten, da wir dadurch sowohl unsere Wirtschaft unterstützen als auch mit gutem Gewissen geniessen können...
Nespresso - what else?
Da ich zwischendurch gerne einen guten Kaffee geniesse, sei dies in Form eines Cappucinos, Lungos oder Latte Macciatos, habe ich mich etwas über seine Herkunft erkundet. Da wir seit Kurzem eine Nespresso-Maschine haben, habe ich mich auf der Hompage www.nesspreso.com informiert.Experten sind das ganze Jahr weltweit auf der Suche nach den besten Ursprungskaffees in den namhaftesten tropischen Erzeugerländer wie Brasilien, Kolumbien, Costa Rica, Togo u.a. Diese Experten begleiten das Verfahren von Anfang an, ab dem Moment, in dem die Frucht des Kaffeestrauchs (die Kirsche) heranreift bis zum Schluss.
Die Ernte hochwertigen Kaffees erfolgt ausschliesslich von Hand. Eine äußerst sorgfältige Sortierung gewährleistet eine homogene Ernte, dies ist die Garantie für eine perfekte Qualität. Nach der Ernte werden die Bohnen nach Europa geliefert. Gleich nach seiner Ankunft in Europa wird der Rohkaffee auf seinen Zustand nach dem Transport überprüft. Nach der Abnahme der Lieferung wird der Kaffee in das Produktionszentrum von Nespresso in Orbe in der Schweiz befördert, wo jedem einzelnen Kaffeesack eine Probe entnommen wird, die dann geröstet und verkostet wird. Dies ermöglicht es, die Übereinstimmung der sensorischen Eigenschaften des Kaffees sowie den Feuchtigkeitsgehalt und die Größensortierung der Kaffeebohnen zu überprüfen.
Danach werden die Bohnen geröstet – die Röstung ist die Kunst der Präzision.
Den Abschluss bildet der Einschluss des ganzen Aromareichtums in eine Kapsel.
Diese Kapseln werden immer zu zehnt verpackt und so können sie gekauft werden. Wir bestellen sie jeweils online und lassen sie schicken, wobei wir also auch noch die Dienstleistung der Kundenberatung sowie der Post entgegen nehmen.
Wenn man sich den ganzen Prozess so betrachtet, ist es wirklich wahnsinnig, was es alles braucht, bis die Kaffeekapseln bei mir sind. Aber die Kapseln alleine reichen ja noch nicht aus – natürlich braucht es auch eine Maschine.
Auch diese muss zuerst hergestellt werden und falls mal etwas nicht funktioniert muss ein Dienstleistungsservice bestehen, der mir die Reparatur garantiert.Für mich ist es nur ein Knopfdruck und ich habe einen frischen Kaffee – doch dahinter steckt ein wahnsinniger Prozess, an dem unzählige Menschen beteiligt sind.
Telefonieren
Zuerst muss einmal die Infrastruktur vorhanden sein. Das beinhaltet erstens einen Anbieter wie zum Beispiel Swisscom, welcher mir die nötige Infrastruktur zu Verfügung stellt. Ein Telefonnetz muss vorhanden sein, entweder via Funk, Kabel oder beides, welches mit der nötigen Technik ausgerüstet ist. Kabel müssen von Personen verlegt werden, Antennen und Schaltstellen gebaut und installiert werden. Dafür werden zum Teil Gräben ausgehoben, dies kann unter der Strasse sein oder auch sonst wo. Es braucht also Baufirmen und Firmen wie zum Beispiel die Elektrizitätswerke, die diese Kabel verlegen.
Der Anbieter muss die Informatik und Schaltstellen aufbauen, unterhalten und weiter entwickeln, um den neusten Entwicklungen zu integrieren. Desweiteren sind Server nötig, die mit Software und Hardware Telefonieren erst ermöglichen. Diese Informatik - Technik hat schon vor längerer Zeit Personen abgelöst. Natürlich brauche ich auch die Endgeräte wie Telefone und Natel, die von vielen Leuten rund um den Globus entwickelt und konstruiert werden. Durch einen Händler und Versand, sowie Transportfirmen gelangen die Produkte in meine Umgebung, wo ich sie kaufen und schlussendlich benutzen kann.
Al dies passiert auf gesetzlichen Grundlagen, Vorschriften und reglementarisch festgehaltenen Fakten, die durch den Staat und Kanton aufgestellt worden sind.
Und so kann ich ganz einfach ein paar Zahlen eintippen und viele Leute arbeiten im Hintergrund für mein Bedürfnis, andere Leute anzurufen.