Freitag, 13. März 2009

Immer achtsam sein

Mich, meine Mitmenschen und auch die Umwelt achtsam wahrnehmen! Sollten wir denn das nicht öfters tun?

Ich bin der Meinung, dass ich von Natur aus schon sehr bewusst und achtsam durch die Welt gehe. Diese Woche tat ich es noch bewusster, in dem ich mir an jedem Tag einige Notizen machte.

Am Montag war der Tag, wo ich mir vor allem Notizen über die Verhaltensweisen meiner Mitmenschen machte. So nehmen bestimmte Zugpendler Gratiszeitungen aus den Kästen, stöbern einige Minuten herum und werfen diese als gelesen zur Seite. Schon stöbern sie in der nächsten Zeitung, in der eigentlich das gleiche steht und welche genau dasselbe Ende findet. Ich frage mich, ob es diese Gratiszeitungen wirklich braucht?

Was das Verhalten meiner Freunde angeht, so bezeichne ich dieses als bequem und faul. Bei unseren Treffen kommen sie eigentlich immer mit dem Auto, auch wenn sie nur einige wenige Hundert Meter zu Fuss gehen müssten. Auch ich könnte problemlos das Auto benutzen, das es in der Garage nur darauf wartet, endlich gefahren zu werden. Wenn es zeitlich aber möglich ist bevorzuge ich den Fussmarsch. Damit mache ich nicht nur der Umwelt, sondern auch mir einen Gefallen. Ich bewege mich und atme zugleich „frische“ Luft ein. Auch habe ich Zeit, die Natur in ihrer Schönheit genauer zu betrachten.

Am Dienstag sowie am Donnerstag legte ich meine Achtsamkeit vor allem auf das Wetter und ihr Naturschauspiel. Am Dienstag schneite es, zugleich schien die Sonne und kurz darauf blies der Wind und Regen setzte ein. Einige Zeit später schien wieder die Sonne und es begann wieder zu schneien. Solche Tage gibt es wirklich nur wenige im Jahr und oft nehmen wir sie gar nicht wahr.
Am Donnerstag überlegte ich mir sogar, aufgrund des wunderschönen Naturschauspiels, welches sich mir am Morgen früh auf dem Sarganser Bahnhof präsentierte, nicht in die Schule zu gehen. Die Sonne ging langsam auf und erleuchtete mit ihren hellroten und einzigartigen Sonnestrahlen die Spitzen der Churfirstenkette. Wer die Churfirsten kennt weiss vielleicht, wovon ich spreche. Es war schade, dass ich dieses Schauspiel nicht zu Ende sehen konnte, denn ich musste mich ja in den Regioexpress nach Rorschach setzen, wo ich mich dafür über das Leseverhalten der Fahrgäste „erfreuen“ konnte!

2 Kommentare:

  1. Deiner Frage zu Beginn deines Blogs kann ich nur zustimmen. Wir müssten unsere Umwelt und unsere Mitmenschen wirklich achtsamer wahrnehmen. Auf diese Weise könnten wir viele kleine Dinge entdecken, die uns zufriedener und glücklicher machen würden.

    Über dein Kommentar, zum Lesen der Gratiszeitungen musste ich schmunzeln. Du hast da bei mir einen wunden Punkt getroffen. Ich bin genau auch so eine, die oftmals zwei Gratiszeitungen im Zug durchliest. Irgendeine innere Unruhe zwingt mich manchmal dazu. Danach fühle ich mich mies, weil ich selbst merke, dass ich diese Zeit besser hätte nutzen können. Den Gedanken freien Lauf lassen, die Landschaft betrachten...
    Sollte ich in Zukunft wieder einmal vom Gefühl erfasst werden, im Zug unbedingt etwas tun zu müssen und die Zeitungen zu lesen, werde ich an dich denken...;-) Vielen Dank!

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  2. Hier kann ich mich nur anschliessen. Als ich begann, deinen Eintrag zu lesen, kam mir genau die gleiche Frage in den Sinn: Sollten wir dies nicht öfters tun. Sollten wir unserer Umwelt, unseren Mitmenschen nicht öfters achtsam gegenübertreten? Müssen wir heutzutage extra darauf aufmerksam gemacht werden? Sollte einem wirklich nachdenklich machen diese Fragen.

    Das mit dem Sonnenaufgang oder -untergang zu beobachten habe ich mir schon oft vorgenommen, doch es fehlt einem einfach an der Zeit. Wie du beschreibst, wartet der Zug und die Schule oder Arbeit, die man nicht versäumen sollte.
    Genau dies ist ja, was uns daran hindert, die Welt genauer zu betrachten und achtsam zu sein. Immer wartet etwas, die Zeit ist knapp, die Stunden verrinnen.

    Wir sollten uns wirklich mehr auf unsere Umwelt und unsere Mitmenschen konzentrieren. Nehmen wir uns doch einfach mal die Zeit dazu!

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